ANDREAS POPP ENTHÜLLT: WIE EIN DIENER ZUM HERRSCHER MUTIERT !!!

 

Quantitativ bezieht sich der Mittelstandsbegriff auf Unternehmen aller Branchen einschließlich des Handwerks und der Freien Berufe, die eine bestimmte Größe nicht überschreiten. Hilfsweise werden zur Größenbestimmung der Jahresumsatz, die Anzahl der Arbeitsplätze und/oder die Bilanzsumme herangezogen. Da sich die prägenden qualitativen Merkmale des Mittelstands (Geschäftsführung, Eigentumsverhältnisse, wirtschaftliche Unabhängigkeit) aus den amtlichen Statistiken nur unzureichend ablesen lassen, wird seine zahlenmäßige und volkswirtschaftliche Bedeutung häufig mithilfe der KMU-Definition des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn geschätzt. Die volkswirtschaftliche Bedeutung des gewerblichen Mittelstands wird in der Regel auf der Basis der KMU-Definition des IfM Bonn berechnet, da die Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen zum Mittelstand gehört. Zudem sind die prägenden qualitativen Merkmale des Mittelstands (Geschäftsführung, Eigentumsverhältnisse, wirtschaftliche Unabhängigkeit) aus den amtlichen Statistiken nur unzureichend ablesbar.

Demzufolge umfasste der Mittelstand in der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2015 rund 99,6 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, in denen knapp 58,5 % aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten angestellt sind, rund 35,0 % aller Umsätze erwirtschaftet werden, sowie rund 81,8 % aller Auszubildenden ausgebildet werden. Betrachtet man hingegen nur die Familienunternehmen, zeigt sich die volkswirtschaftliche Bedeutung anhand folgender Zahlen: Etwa 95 % der in Deutschland ansässigen Betriebe und Unternehmen werden als Familienunternehmen geführt. Sie tragen etwa 41,5 % zum Umsatz aller Unternehmen bei. Sie stellen 57 % der Arbeitsplätze. Der Mittelstand ist keine starre Wirtschaftseinheit – im Gegenteil: Die marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung, die zudem dem internationalen Wettbewerb unterliegt, führt stetig zu strukturellen Veränderungen, die wiederum die Zusammensetzung und Merkmale der Unternehmenslandschaft beeinflussen. So ist seit einigen Jahren die Zunahme von sehr kleinen Einheiten zu beobachten – sogenannte „Solo-Selbstständige“.

Hierbei handelt es sich um Existenzgründungen, die nicht darauf angelegt sind, mit der Zeit zu einem kleinen bzw. größeren Unternehmen heranzuwachsen. Stattdessen agieren diese Unternehmer dauerhaft als Einzelpersonen. Auch sind in der jüngsten Vergangenheit neue Formen der Kooperation („Wechselnde Netzwerke“) entstanden: Je nach Projekterfordernissen bilden sich Teams selbstständiger Akteure, die jeweils ihre spezifischen Fähigkeiten und Kompetenzen einbringen – und so gemeinsam effizient arbeiten. Der Mittelstand in Deutschland geriet im Zuge weiter fortschreitender Globalisierung und weltweit tätiger Kapitalgesellschaften zunehmend unter Wettbewerbsdruck. Um die sich daraus ergebenden Nachteile auszugleichen, haben sich in den zurückliegenden Jahrzehnten mehr und mehr mittelständische Unternehmen zu festen Kooperationen, sogenannten Verbundgruppen, zusammengeschlossen. Als einzelnes Mitglied einer Verbundgruppe bleibt dem jeweiligen Familienunternehmen die unternehmerische Selbständigkeit erhalten, durch gemeinsame überbetriebliche Aktivitäten kann es jedoch eine Marktposition erlangen, mit der sonst nur Großunternehmen aufwarten können.

Verbundgruppen treten heute regional, überregional, national oder sogar international auf. Die überbetriebliche Zusammenarbeit der Verbundgruppe wird meist von einer rechtlich eigenständigen Zentrale aus organisiert und bezieht sich auf vielfältige Bereiche wie Einkauf, Marketing, Logistik, IT-Lösungen, Finanzierungsdienstleistungen, Beratung oder Schulung. In Deutschland sind aktuell rund 250.000 Unternehmen aus ca. 45 verschiedenen Branchen des Handels, des Handwerks und des Dienstleistungsgewerbes in ca. 400 Verbundgruppen zusammengeschlossen. 320 dieser Gruppen sind über den Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen e. V. (ZGV) mit Sitz in Berlin, Brüssel und Köln interessenpolitisch organisiert.

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