MARKmobil Aktuell – Das Rätsel von Theresienstadt

Szene aus dem SS-Propagandafilm  „Theresienstadt. (s. oben)- Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet“ von 1944/45
Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz

MARKmobil Aktuell – Das Rätsel von Theresienstadt

Festung, Garnison, Gefängnis, Getto, Lager, KZ. – Das alles ist Theresienstadt. Das KZ Theresienstadt, auch Lager Theresienstadt bzw. Ghetto Theresienstadt, wurde von den deutschen Besatzern in Terezín (deutsch Theresienstadt auf dem besetzten Gebiet der Tschechoslowakei, heute Tschechien) eingerichtet. – Sicher, Theresienstadt war ein Ort des Schreckens und zugleich ein Ort der Kultur. Jüdische Musiker, Maler und Wissenschaftler entfalteten eine enorme Produktivität, Lehrkräfte unterrichteten Kinder in Kellern und auf Dachböden.

Bis Ende des Krieges sind durch das Lager mehr als 160.000 Häftlinge gegangen, von denen hier 35.000 ums Leben gekommen sind. Über 88.000 Menschen wurden in 63 Transporten in die Vernichtungslager geschickt, zunächst nach Riga, von Oktober 1942 an vor allem nach Auschwitz-Birkenau. Von diesen 88.000 überlebten etwa 3.100. Im Lager befanden sich ca. 15.000 Kinder. Von den Kindern, die das Ghetto Theresienstadt durchliefen und in die Transporte kamen, überlebten etwa 150. Von ihnen sind noch Gedichte und Bilder aus dem Lager erhalten geblieben.
In Theresienstadt selbst wurden Cafés eingerichtet und die Kinderoper „Brundibár“ des tschechischen Komponisten Hans Krása einstudiert und aufgeführt.
Über 20.000 Menschen verließen in den letzten Monaten des Jahres 1944 die Lager, 11.000 blieben zurück.

Theresienstadt. – Die Festung der Lügen. „Vollständiger Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet“

Zu Ehren des Tages des Sieges in Europa und all derer, die gekämpft haben und gestorben sind – Soldaten und Zivilisten gleichermaßen – sind wir stolz darauf, unseren Kurzfilm „Terezin: The Fortress Of Lies“ zu präsentieren, über die seltsame und verworrene Geschichte der böhmischen Stadt Terezin – bekannt dafür, ein Nazi-Propagandawerkzeug zu sein, um die Endlösung zu erleichtern.

Das dunkle Erbe der Stadt als jüdisches Ghetto, Konzentrationslager und bösartige „Propaganda – Siedlung“, von dem sie sich nie wirklich erholte, verkörpert immer noch einen melancholischen und düsteren Ton als Erinnerung an eine andere chaotische und unsichere Welt, in der Hoffnung und Verzweiflung nebeneinander existierten.

Die dunkle Geschichte täuscht über die prächtige Umgebung dieser „Festung der Lügen“ hinweg.

Ein Film von Florin Radoi und Rick Manore

Anmerkung: Niemals sollte sich das wiederholen. Zumindest glaubte ich das noch bis vor einem Jahr.

 

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